Energie in der Übergangszeit

Wenn wir uns draußen in der Natur umschauen, dann sehen wir, dass alles in Bewegung ist. Vor allem im Herbst – die Bäume verändern die Farben und anschließend legen sie ihr Blätterkleid ab. Manche Blätter fallen ganz schnell hinunter, andere machen noch eine Pirouette in der Luft, die anderen lassen sie sich Zeit, als würden sie ganz bewusst Abschied nehmen….

Was passiert eigentlich im Körper, wenn der Mensch sich in der Übergangszeit befinden? Leider nicht das, was wir in der Natur sehen – das Stressniveau ist hoch, die Atmung fließt nicht, Verspannungen machen sich bemerkbar, die Lebensfreude sinkt, Gefühle werden unterdrückt, es läuft nicht mehr rund, der Drang nach Bewegung nimmt ab.

Das Negative wegatmen

Die Atmung haben wir immer dabei, es ist unser Gut, das die Brücke zum Körper wiederherstellt. Nimm 5 tiefe Atemzüge, lenke die Aufmerksamkeit zum Brustkorb. Wie nimmst du die Brust wahr? Merkst die Bewegung, die entsteht? Beim Einatmen öffnet sich die Brust, sie wird größer, beim Ausatmen sinkt sie wieder, durch die Atmung entsteht eine innere Berührung, die vielleicht so etwas wie Freude oder Ruhe auslöst.

Emotionen spüren, nicht bewerten

Hast du schon einmal daran gedacht, dass die Gefühle da sind, um gespürt zu werden. Ich spüre vielleicht Enge, ich atme und akzeptiere aber, dass die Brust sich eng anfühlt. Der Schlüssel ist gerade diese Haltung, Akzeptanz ohne Erklärung, Assoziation und das Nachspüren.

Probiere es aus, ohne zu wissen oder zu erwarten was nachher kommt. Unser Körper ist nicht logisch, er ist ein Wunderwerk, der ganz gut mit Gefühlen umgehen kann, sogar die Qualität die verloren gegangen ist, kommt wieder mehr ans Licht.

Unnötige Verspannungen erkennen

Bist du dir bewusst, dass ein Unterdrücken von Emotionen den Körper verspannen kann. Ein Beispiel aus Praxis: Eine Klientin kam zu mir mit starken Schulterschmerzen. Es gab keine Diagnose, der Arzt hat nichts Auffälliges gefunden. Durch unsere gemeinsame Arbeit hat sie ihren Automatismus erkannt – jedes Mal, wenn sie unsicher war, hat die rechte Schulter leicht angespannt, um das Gefühl zu kaschieren. Sie ist heute bewusster und merkt sofort die unnötige Anstrengung.

Berührung ist eine Methode, um Stress loszuwerden

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und empfänglich für Berührungen. Sie ist der Spiegel der Seele – man sagt ja auch „sich in der eigenen Haut wohl fühlen“.

Gerade in der heutigen Zeit sind Streicheleinheiten notwendig. Der Körper ist die Schnittstelle zur Seele – der Körper vergisst nie, alles ist da. Durch meine Methode prozessorientierte Körperarbeit können wir alles wieder aktivieren, denn Berührung lässt sich nicht digitalisieren.