Zuerst die Entspannung, dann die Lebendigkeit

In den letzten Jahren ist das Angebot für Entspannung gestiegen. Es gibt verschiedene Angebote zum Entspannen:

  • Kurz-mal-weg, Entspannung & Wellness für ihren Kurzurlaub,
  • Angebote zur Entspannung in der Volkshochschule und im Wellnesshotel,
  • Ruhe und Entspannung in der Therme

Aber warum entwickelt es sich in diese Richtung?

Weil der Stress oder die Stressfaktoren zugenommen haben. Vor Jahren haben Manager über Stress geklagt, heute gibt es schon in jeder Altersgruppe und in jeder Berufsgruppe Stress. Schuld daran sind die äußeren Faktoren die zugenommen haben.

Äußere Faktoren: Lärm, Hitze, Kälte, Schadstoffe, Erdstrahlen, das Überangebot an Reizen.

Und hier geht es vorwiegend um das Überangebot an Reizen, ganz genau um die Weiterentwicklung der Technologie. Smartphone und I-Pad sind unsere ständigen Begleiter, ganze 80 Mal kontrollieren wir am Tag unser Smartphone, das ist alle 12 Minuten – mit Abzug der Schlafphase. Das Gefühl gestresst zu sein entsteht durch das ständige Arbeiten oder Spielen auf dem Smartphone, I-Pad und anderen technischen Geräten. Weiters wurde unser Leben in der Vergangenheit durch die Technologie, die Elektronik um das 39-Fache beschleunigt. Elektronik ist schnell, daher haben sich die Neuronen im Gehirn angepasst und arbeiten schneller. Wir haben keine Zeit mehr auf eine Mail länger als eine Stunde zu warten, empfinden es als stressig, es entsteht ein innerer Druck, wir kommen in eine Stresssituation. Unser gesamtes Leben hat sich beschleunigt, wir sitzen in der Stressfalle. Diese Faktoren verursachen Dauerstress, und das macht krank. Folgen sind unter anderem: Bluthochdruck, Spannungskopfschmerz, Angstgefühle, Unzufriedenheit, Hilflosigkeit oder Schlafstörungen.

Es ist daher wichtig, wieder zu lernen wie man sich richtig entspannt. Entspannung ist ein lebenswichtiges Prinzip und ist nicht mit der Schlafphase gleichzusetzen. Sinnvoll sind verschiedene  Entspannungstechniken, denn Entspannung passiert auf körperlicher sowie auf der psychischen bzw. mentalen Ebene. Sinnvoll ist das Anwenden von passiven und aktiven Entspannungstechniken.

Passive Entspannung: Massagen, Sauna, Entspannungsmusik,…

Aktive Entspannung: Spazieren gehen, Yoga, Meditation, Autogenes Training,…

Der erste Schritt zur Entspannung ist aber die richtige Atmung – die sogenannte Zwerchfellatmung oder auch Bauchatmung. Diese Form der Atmung wirkt sehr beruhigend und wir können uns schon allein durch diese Atmung –wenn sie ganz bewusst vollzogen wird,  in einer Stresssituation  beruhigen. Gut ist es auch, wenn man die Bauchatmung bei allen Entspannungstechniken miteinfließen lässt.

Ist man dann entspannt, dann

  • ist der Atem regelmäßig und ruhig,
  • entkrampft sich die Muskulatur im Schulter-und Nackenbereich,
  • schlägt das Herz langsamer und der Blutdruck wird gesenkt,
  • werden Emotionen beruhigt,
  • stellt sich ein Gefühl des Wohlbefindens und der Gelassenheit ein.

Meine Tipps für den Alltag:

  • Digital Detox-Entziehungskur vom Smartphone- Auszeiten nehmen vom Smartphone und Co
  • Fixe Zeiten für Entspannung einplanen, zuerst in geringer Dosis, damit es nicht zum Stress wird.
  • Aktive und passive Entspannung einplanen
  • Sich gut überlegen welche Techniken man anwenden möchte, man soll sie gerne machen und es soll einfach und leicht sein sie in den Alltag einfließen zu lassen –ist es nicht so, kann es auch wieder Stress verursachen.
  • Die 20 Minuten Pause: lernen die natürlichen seelischen und körperlichen Rhythmen zu erkennen.