Zeit für Fokus – von Claudia Reithner

Bewusst-sein im Chaos der Ziele

„Wer sein Ziel nicht kennt, muss sich nicht wundern, wenn er ganz woanders ankommt!“ – Mark Twain

Ziele bestimmen den Fokus und die Richtung, die wir unserem Leben geben. Doch wessen Ziele sind es? Verfolgst du DEINE Ziele? Ziele, die sich mit deiner Vorstellung des Lebens decken, die mit deinem Herzenswunsch übereinstimmen? Oder sind es die Ziele und Visionen deiner Eltern, deines Partners oder deiner Freunde? Was ist es, was DU willst, was du wirklich innig willst?

Im Trubel des Alltags und der nicht enden wollenden To Do Liste verliert man nur allzu leicht den Überblick und seinen Fokus. Man sitzt auf einem Segelboot, wild und ziellos rudernd, und hat keine Zeit die Segel zu hissen – schließlich muss man rudern. Halte doch einen Moment inne, wähle bewusst dein Ziel, hisse die Segel und genieße die Fahrt! Der beste Zeitpunkt dafür? Jetzt!

Sinn-volle Ziele setzen

Sich eigene Ziele zu setzten und sie zu verfolgen, das mag im ersten Moment egoistisch erscheinen, doch in Wahrheit ist es aktiver Umweltschutz. Wer sich und seine Bedürfnisse bewusst wahrnimmt, anstatt sie zu unterdrücken, lebt mit sich und somit auch mit seiner Umwelt deutlich besser im Einklang.

John Strelecky war es, der mich zum Thema Ziele und Fokus besonders inspiriert hat. In seinen Büchern „Das Café am Rande der Welt“ sowie „ Big Five for Life“ taucht man ein in die Geschichte von Menschen, die spüren, dass das Leben mehr ist als „höher, schneller, weiter“, sie sind auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Hast du dich auch schon einmal gefragt, was der Zweck deiner Existenz ist? Welche Ziele es sind, die für dich sinnstiftend anstatt sinnlos sind?

Ziele erfolg-reich realisieren

Manche Ziele sind natürlich leichter erreichbar als andere und das liegt vor allem daran, wie du sie formulierst. Smarte Formulierungen führen eher dazu, dass sie erfolgreich sind, während andere schon von Beginn an zum Scheitern verurteilt sind.

Grundlegend und doch oft übersehen: der Einfluss- und Handlungsbereich. Ist das Ziel von dir beeinflussbar oder sind es projizierte Wünsche und Hoffnungen? Ebenso essentiell ist die positive Formulierung deines Zieles. Definiere, was du willst anstatt was du nicht willst. Durch Verneinung legst du einen negativen Fokus und gibst dem Unerwünschten somit noch mehr Energie.

Und dann ist da noch die Messbarkeit und das Unterteilen des großen Ganzen: Woran wirst du erkennen, dass du dein Ziel erreicht hast? Lege nicht nur inhaltlich, sondern auch terminlich fest, was du bis wann erreicht haben wirst (wirst, nicht willst!). Achte dabei auch auf handliche Zwischenetappen. Sie nehmen dir den Leistungsdruck und sind auch ein willkommener Anlass, um Zwischenerfolge zu feiern!

Denn auch das ist wichtig: Feiere jeden einzelnen Etappensieg und sei gnädig zu dir, wenn eine Etappe nicht auf Anhieb gelingt. Dann das ist kein Scheitern – betrachte es vielmehr als Rückschritt zum Schwung Holen für den nächsten Anlauf!