Schnelle Entspannungsübungen

Wir bestehen aus Körper und Geist, beides beeinflusst sich gegenseitig und ist eine Komponente angespannt, so wirkt sich das unweigerlich auf die andere aus. Ihr kennt das ja: Seid ihr gestresst und geistig angespannt, dann ändert sich auch eure Körperhaltung – der Atem beschleunigt sich und wird flacher, die Stirn wird in Falten gelegt, die Mundwinkel wandern nach unten, dafür werden die Schultern hochgezogen.

Wir müssen also körperlich entspannen, damit wir uns mit den geistigen Themen auseinandersetzen können. Das Gute daran: Das ist einfacher, als geistige Entspannung zu erlangen. Auch dabei kann ich dich unterstützen, wenn du möchtest. Aber zunächst fünf Entspannungsübungen für den Körper:

1 Atemübung

Sind wir gestresst, atmen wir flacher. Also machen wir eine einfache Atemübung: Atme tief in den Bauch hinein ein. Danach versuchst du, doppelt so lange auszuatmen, wie du eingeatmet hast. Das zwingt dich, bei deinem nächsten Atemzug tiefer einzuatmen als zuvor. Durch diesen Trick wird dein Atem kontinuierlich tiefer, was zu deiner Entspannung beiträgt.

2 Zeitlupe

Stress beschleunigt dich, deinen Geist, deinen Körper, deine Sprache, deine Atmung – alles. Setze ein bewusstes Gegensignal und mache für eine Minute lang alles gaaaanz langsam. Geh ganz langsam, hebe die Kaffeetasse ganz langsam, sprich ganz langsam, bewege dich ganz langsam. Es erscheint zunächst witzig, aber du wirst sehen, wie du in dieser Minute einen Gang zurückschaltest.

3 Yoga

Beim Hatha Yoga werden ähnlich wie beim Qigong und Tai Chi durch Körper-, Atem- und Konzentrationsübungen Körper, Geist und Seele in Einklang gebracht. Die entspannende Wirkung ist daher ähnlich, nur die Herangehensweise eine etwas andere. Andrea Finus bietet jede Woche Kurse an, die unabhängig von körperlichen Voraussetzungen für alle geeignet sind.

4 Ausschütteln

Sportler kennen das: Nach dem Sport werden die beanspruchten Muskelgruppen ausgeschüttelt. Das funktioniert auch bei Stress. Stellt euch einfach bequem hin, nehmt ein paar entspannte Atemzüge und horcht in euren Körper hinein. Fangt dann an, den Körper in Schwingung zu bringen und schüttelt den ganzen Körper aus. Nur der Kopf bleibt ruhig, um die Halswirbelsäule zu schützen. Lasst die Bewegungen einfach fließen und schüttelt euch zwei Minuten lang aus, bevor ihr die Bewegungen langsam wieder abklingen lasst.

5 Augenentspannung

Gerade für Bildschirmarbeiter ganz wicht, die den ganzen Tag starr auf den Monitor blicken. Richtet alle halben Stunden euren Blick vom Schirm ab und richtet in ganz bewusst auf ein Objekt in der Ferne. Sucht euch einen entfernten Punkt und beobachtet ihn für drei Minuten. Ihr werdet sehen: Danach sind nicht nur eure Augen entspannt, auch der Geist ist dankbar für  das „in die Ferne Schweifen“.

Ich wünsche euch viel Erfolg beim Entspannen und würde mich über eure Rückmeldung freuen, welche Methode auch am besten geholfen hat oder was ihr sonst noch macht, wenn ihr einmal „runterkommen“ wollt.