Die Superfrau ist schon in dir

Ich bin immer wieder erstaunt, was Frauen alles auf die Beine stellen, wie viel sie ertragen, was sie alles meistern können – wenn sie es wirklich wollen oder vom Schicksal dazu gezwungen werden. Meistens sind es Situationen, in denen keine Zeit zum Nachdenken, kein Raum für Zögern vorhanden ist. Situationen, in denen sich frau ganz in ihrer Großartigkeit zeigen kann (bzw. muss).

Tun statt zögern

Warum braucht es immer die Initialzündung von außen? Die richtige Gelegenheit, den passenden Moment? Wir zögern zu viel und handeln zu wenig. Müssen uns erst perfekt stylen, optimal vorbereiten.

Zögert nicht – ihr werdet es sonst bereuen und euer Körper wird es euch spüren lassen. Denn euch selbst könnt ihr etwas vormachen, eurem Körper jedoch nicht. Er spürt die unerfüllte Sehnsucht, die innere  Disharmonie und will Erfüllung, Harmonie.

Du kennst sicher Sprichwörter wie „Mut kann man nicht kaufen“, „pfeif‘ dir nix“ oder den Slogan „Just do it“. Alles davon ist richtig – denn Mut ist unbezahlbar und du musst dich einfach überwinden und es tun. Trau dich, denn bereits einen Schritt außerhalb deiner Komfortzone beginnt deine Weiterentwicklung. Und nach der Überwindung des ersten Schritts fällt der zweite schon viel leichter…

Einzigartigkeit statt Vergleich

Wir alle lasen als Kinder die wundervolle Geschichte des kleinen „Ich-bin-ich“ von Mira Lobe. Warum haben wir seine Botschaft vergessen? Vergleicht sich der Apfelbaum etwa mit dem Lindenbaum? Die Kuh mit dem Esel? Das Pferd mit der Katze?

Jedem Geschöpf liegt sein Wert für die Welt inne – auch uns Frauen! Was kümmert uns die Figur der Freundin, der Beruf der Cousine, das Haus der Nachbarin?

Kümmere dich um das, was dich ausmacht, deine Einzigartigkeit. Der Blick auf das Außen mag zwar leichter fallen, die Wahrheit liegt aber in unserem Inneren. Höre in dich hinein und mache dich deiner Einzigartigkeit bewusst. Freue dich mit anderen, dass sie es geschafft haben, ihren Traum zu leben. Gib Anerkennung statt Neid – frag deine Freundin, was sie für ihre Figur tut. Sie wird sich über das Kompliment freuen und dir sicher ihre Methode verraten. Dadurch kannst du dir ein Ziel setzen, was dich deinem Wunsch sicher weiter bringt als dein altes Verhalten.

Verletzlichkeit statt Stolz

Frauen können sich gut selbst spüren, über Emotionen reden und Tiefgründigkeit erstreben. Wir sind weich und spontan und tanzen mit dem Leben, sind neugierig, empfangen und schenken Leben.

Wenn eine Frau aber verletzt wird und die Wunden nicht die notwendige heilende Aufmerksamkeit bekommen, dann errichtet sie um sich eine unsichtbare Wand, igelt sich ein. Diese Frau fragt nicht mehr um Hilfe, zeigt nur selten ihre Gefühle, ist gefangen in Unzufriedenheit. Ihre Unzufriedenheit übertüncht sie mit einer ungesunden Form von Stolz.

Akzeptiere deine Verletzlichkeit – sie zeigt dir Grenzen, verlangt nach einem Nein, lässt dich Müdigkeit erkennen, sogar Lustlosigkeit. Nutze deine Verletzlichkeit, denn sie lässt dich zart und zärtlich sein. Und darauf kannst du stolz sein.

 

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