Innere Ruhe fußt auf 3 Säulen

Die innere Ruhe basiert auf 3 Säulen: Wenn die Person mit sich selbst in Kontakt ist, mit anderen Meschen und mit dem Leben. Es ist ein Idealzustand, den man anstreben sollte. Den Beginn macht die Bereitschaft sich zu fragen, wo die innere Ruhe fehlt:

Ruhe ich in meinem Selbstbild?

Welche Meinung habe ich über das Leben?

Sind zwischenmenschliche Beziehungen bereichernd für mich?

Der Körper ist das Instrument, das uns permanent rückmelden kann, wenn wir lernen darauf zu hören und die Signale zu verstehen. Doch wie gelingt das?

Tipp 1 :Wir benötigten Mut, um zu spüren was ist.

Wir haben schon als Kind gelernt, Gefühle zu unterdrücken. Wie viele Mädchen haben schon mindestens einmal gehört: Weine nicht, es ist nicht so schlimm! Der Körper ist der Ort, wo die Emotionen zum Ausdruck kommen können, es sind blitzartige Impulse, die kommen und gehen, wenn wir es erlauben.

Die Fähigkeit zu bemerken, dass Emotion(en) existiert, nennt man Fühlen. Gefühl – wir bemerken die Wahrnehmung der Emotion, es dauert länger, wir können auch benennen, welches Gefühl wir im Moment spüren. Die Kunst ist, dass wir dem Gefühl Raum geben. Das führt zur innere Ruhe.

Tipp 2: Den inneren Kritiker stoppen – Stille im Kopf

Wir haben das Dilemma, dass fast alle Kinder gelernt haben, dass ihre Eltern auf eine Art und Weise mit Gefühlen überfordert waren. Die Herausforderung besteht darin, den alten Mustern nicht mehr zu folgen.

Wir nehmen das Beispiel mit dem Mädchen: Es weint, weil es kein Marmeladebrot bekommen hat. Es ist hungrig. Die Mutter war der Meinung, es ist schon genug, und das Süße ist ungesund. Das was sie damals nicht durfte, erlaubt es jetzt, und Traurigkeit manifestiert sich nicht immer in Tränen. Es heißt nun Innenhalten – das Bedürfnis wurde nicht gestillt. Wenn man sich das eingesteht, entsteht Ruhe im Kopf.

Wenn wir atmen und das Gefühl erlauben ist der Kopf weniger wichtig.

Tipp 3: Das innere Kind – persönliche Geschichte als Kraftquelle

Wir schauen uns das Mädchen an, welche Schlussfolgerung hat es gezogen? Wenn es etwas will, bekommt sie es nicht. Wenn sie als erwachsene Frau so im Alltag agiert ist sie voll unzufrieden. Deswegen ist der Schlüssel, die alte Schlussfolgerung in Frage zu stellen, vielleicht noch ein Schritt davor, sich zu erinnern: Was habe ich damals als Kind gedacht, wenn mein Bedürfnis nicht erkannt wurde. Die Erfahrung damals hat uns zu diesem wunderbaren Menschen gemacht, der wir heute sind. Wenn wir die persönliche Geschichte in unser Leben integrieren, kann Selbstvertrauen zurückkommen.

Tipp 4: Vergebung

Es gibt sehr viel Literatur über Verzeihen, Vergebung & Co. Das Beispiel mit dem Marmeladenbrot ist sehr plakativ, es kann sein, dass das Mädchen es nicht als Katastrophe aufgefasst hat, vielleicht gibt es auch andere Erinnerungen, die schwerwiegender sind. Der erste Schritt in die richtige Richtung ist, sich mit der Situation zu arrangieren, zu akzeptieren was war! Die Situation vergeben, den involvierten Menschen vergeben, sich selbst vergeben. Jetzt können wir uns selbst unser „Marmeladebrot“ geben, unser Bedürfnis stillen.

Tipp 5: Innere Harmonie

Sehr viele Menschen zahlen einen großen Preis, weil sie bemüht sind, die Harmonie im Außen aufrecht zu erhaltenen. Ich sage euch, wir haben das nicht in der Hand, es ist nicht möglich, wir sind nur für die innere Harmonie verantwortlich. Es hat mit Egoismus nichts zu tun, vielmehr hören wir auf den inneren Kompass: Ich fühle mich wohl, ruhig, zufrieden.

Tipp 6: Im Hier und Jetzt – Präsenz

Am Anfang sind ganz kleine Momente, vielleicht so kurz wie die Pause zwischen Ausatmen und Einatmen, mit der Zeit können wir diese Augenblicke ausdehnen, so kann sich die Innere Ruhe ausbreiten. Das sind magische Momente in denen wir unser Leben lieben, die Menschen um uns lieben und uns selbst lieben, ohne etwas  geben oder nehmen zu wollen.

Es ist eine Haltung voller Ruhe und Intensität zugleich.