Tipps für den Umgang mit Wechseljahrbeschwerden

Hast du dich schon ein mal gefragt, warum du beim Sport verständnisvoll, fast stolz mit dem Schwitzen umgehst und wenn du plötzlich in der Nacht durchgeschwitzt munter wirst, ist es eine Katastrophe?

Unser Verstand hat eine eigene Meinung über das, was sein darf und was nicht. Was wäre, wenn du nächstes Mal, wenn du zu schwitzen beginnst, dem Symptom mit einer anderen Einstellung begegnest? Versuche doch diese hier:

Statt:

  • nicht jetzt,
  • was werden die Anderen sagen,
  • genau in dieser Situation ist es nicht angemessen,
  • oje, ich bin ganz nass,
  • verdammt, mir rollen schon die Schweißperlen übers Gesicht,

Mache lieber diese Übeung: Tief durch die Nase einatmen und wieder ausatmen, achte dabei, dass sich die Zunge komplett entspannt (eine entspannte Zunge erkennst du daran, dass sich sich ganz leicht an den Gaumen ansaugt, sodass sie dir beim Atmen nicht im Weg steht).

Atmen und spüren

Der erste Schritt ist also die Atmung, weil die Atmung so etwas wie eine Brücke zu deinen Emotionen ist – und wenn der Verstand nicht mehr so wichtig ist, entsteht eine natürliche Entdeckungsreise zu dir selbst. Einfühlsam erforscht du, was diese Signale deines Körper dir sagen wollen.

Akzeptieren

Hast du dich gefragt, warum die Frau in der Wechseljahre eher in der Nacht als am Tag schwitzt? In der Nacht ist der Körper eher entspannt und das ist erforderlich für die Verwandlung und die Heilung. Wenn der Körper entspannt ist und der Verstand das Symptom akzeptiert und begrüßt, kann der Körper regenerieren und Selbstheilungskräfte aktivieren, deshalb brauchst du die volle Akzeptanz.

Muster erkennen

Du wirst ganz leicht erkennen können, was der Körper dir sagen will – wir nehmen das Beispiel mit dem Schwitzen: Du wirst vielleicht entdecken, dass du noch immer automatisch für alles die Verantwortung übernimmst, dass du noch immer trotz Schlaflosigkeit voll funktionieren willst, dass du trotz Erschöpfung und ohne Ruhepausse von Termin zu Termin eilst, dass du noch nicht gelernt hast nein zu sagen.

Fazit: Die Zeit ist reif

Das sind nur ein paar Beispiele, die dich inspirieren sollen, dein Muster zu finden. Die Zeit ist reif, deine Ressourcen wieder zu verwenden ohne zu müssen, sollten & Co. Vertraue der Weisheit der Wechseljahre!

Jetzt bist du am Ball, es dreht sich wieder alles um dich und das ist alles so neu und ungewohnt für dich. Aber enk nach: Könnte es nicht sein, dass du genügst, so wie du bist? Die neue Lebensphase erinnert dich daran,  dass das Leben von Innen nach Außen bunter und unabhängiger ist. Erlaube die zurückgewonnene Freiheit, es geht ums Sein, nicht darum zu tun.

Weil die ersten Schritte naturgemäß nicht so einfach sind (du weißt: eine Gewohnheit zu verändern braucht Bereitschaft, Training und ein Verständnis, dass das Neue dich nährt), habe ich ein Trainingsprogramm dafür entwickelt, kontaktiere mich einfach bei Interesse.

Und zum Abschluss noch ein bewährtes Hausmittel gegen Schweißausbrüche: Eine Tasse Salbeitee oder ein Fußbad mit Lavendel und Salbei hilft, wenn das Schwitzen unerträglich ist.

Autorin: Ramona Matschnigg